Franziska Gärtner

Ausgebildete Pantomimin/Mimin, Bewegungsschauspielerin 

Ich arbeitet als Performerin, Clownin und Kursleiterin 


Künstlerischer Lebenslauf

 
Franziska Maria Gärtner, geb. Gerth
geboren am 28.01.1988 in Berlin

Fähigkeiten: Schauspiel, Bewegungstheater, Clown, Mime, mime corporel, Objekttheater, Maskenspiel, Tanz, Instrumente: Geige, Singen (keine ausgebildete Singstimme)
 
Ausbildung:

1996-2006 Waldorfschule Kleinmachnow
Schulabschluss:  2007 Abitur, Waldorfschule Potsdam

2009 – 2012  Ausbildung und Abschluss im Fach Pantomome/Mime an der „Etage“, Schule für darstellende Künste Berlin


Weiterbildung:
                                                     
2012 & 2013             Clowns- und Maskenkurse bei Finbarr Ryan (dk)                           

2014                        „Figuren an Fäden“ Figurenbau und –spiel bei Frank Soehnle, Figurentheater
                                  Tübingen

2019                        „Clown 1 – the courage to be“, Vivian Gladwell & Angela Hopkins (nose to nose)

                                  „Der Clown und die Kunst der Achtsamkeit“, Catherine Bryden (Noso to nose)                 
                                  „Der Clown und die Stille“, Udo Berenbrinker und Jenny Karpawitz, Tamala
                                  Center  Konstanz

                                 „Der verlorene Sohn/die verlorene Tochter“, David Gilmore im TuT in Hannover

2020                         Fortlaufendes Clownstraining „exploring the clown“ bei Angela Hopkins,
                                   Potsdam



Arbeit:

2010 - 2013      Mehrfache Mitwirkung beim Weißmimenensemble von Burkhard Seidemann

                           Performative Auftritte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern

2012                  Eigenproduktion „die Federwerkstatt“, Bewegungstheaterstück, Duo

2012 - 2013      Mitwirkung bei den Produktionen "follow light" und "la boutique fantastique"                                des Ensembles Bodecker&Neander

2012 – 2014     Mitwirkung bei den Messemimen in Paris, Basel und Hannover

2015                 Vorübergehende "Umschulung" zum Muttersein... Geburt der ersten Tochter
2017                  Fortbildung im Muttersein... Geburt der zweiten Tochter
                           -----ELTERNZEIT----

2019                  Mitwirkung bei der Kindertheater-Produktion „Tiere im Herzen“, Wanderfool
                           Theater, Hoher Fläming

2012-2020        diverse Solo-Auftritte zu verschiedenen Anlässen wie Hochzeiten, Festivals,                                          Jubiläumsveranstaltungen u.a.

2020                  Unterrichtstätigkeit/Workshops Clownerie in Wiesenburg, Hoher Fläming

                           Arbeit an der Eigenproduktion "Schwestern am See" mit Céline Oehen(CH,Basel)                                 Wegen der Pandemie musste die Produktion leider unterbrochen werden
 
Laufende Projekte 2021:

Gründung „Theatanzetter“, eine Theaterform, die Theater, Tanz und Klettern verbindet. Dazu Entwicklung und Aufführungen von Stücken, Etüden und Videoproduktionen.
In Kooperation mit dem DAV Sektion Hoher Fläming.

Kinderzirkusprojekt „Frühlingserwachen“ in Kindergärten, in Kooperation mit Patricia Kolbusch, Zirkuspädagogin

Clownsworkshops und -seminare


 
 
 
 
 

Lebens-Lauf (nochmal anders)

Vor mehr als 30 Jahren kam ich in West-Berlin zur Welt.
Kurz danach fiel die Mauer, da lernte ich gerade laufen.
Fünf Jahre später überquerte ich das erste Mal allein mit dem Fahrrad den Grenzstreifen, um in Kleinmachnow zur Schule zu gehen… fortan waren es 12 Jahre auf dem demselben Schulweg -  nur dass das Fahrrad größer wurde mit der Zeit.
Und ich auch. Ich zog von zuhause aus in die Nachbarstadt Potsdam und machte dort mein Abitur. Die ansehnlichste Zensur bekam ich im Fach Kunst, wo ich eine Arbeit über die Biographie von Jean-Louis Barrault, einem der Urväter des Pntomime-Theaters und seine Rolle in „die Kinder des Olymp“ schrieb und dazu dem Prüfungskomitee eine pantomimische Darbietung bot, unter anderem das Laufen auf der Stelle. Da lernte ich zum zweiten Mal laufen.
Um allen Fragen, was ich denn nun aus meinem Leben machen wolle, zu entgehen, überquerte ich anschließend wandernderweise die Alpen, von Nord nach Süd – meine dritte Lektion im Laufen.
Die letzte Station dieser Reise war das Teatro Dimitri im Tessin. Da ich von dort wieder nach Norden wollte und dies die Richtung zu Dimitris nächstem Auftritt war, durfte ich ihn zu diesem noch begleiten, bevor ich meine Reise beendete. Eine wunderbare Begegnung! Im Auto auf der Fahrt nach Bern telefonierte er mit einer Bekannten des französischen Meisters der Pantomime Marcel Marceau, um sich zu erkundigen, wie es ihm gesundheitlich ginge . Es ging ihm sehr schlecht. Wieder zuhause, kurze Zeit später erfuhr ich von Marcel Marceaus Tod und beschäftigte mich eingehender mit dessen Lebenswerk. 
All dies und manch weiterer Hinweis des Lebens brachten mich darauf, Pantomime und Bewegungstheater zu studieren, was die nächsten drei Jahre ausfüllte. Dort lernte ich das Gehen auf der Stelle nochmals richtig und noch manch andere Gangart.
Nach abgeschlossener Ausbildung kamen wieder die Fragen auf mich zu, was ich denn nun aus meinem Leben machen wolle. Diesmal floh ich nicht in die Berge, sondern blieb da und begann auszuprobieren als beruflich selbständige Künstlerin durchs Leben zu gehen. Wieder eine Lektion im Laufen!
Bald darauf lernte ich meinen Mann kennen und zog hinaus aufs Land, wo bald unsere erste Tochter zur Welt kam. Und kaum konnte diese laufen, kam auch schon die zweite.
Damit wären wir auch schon fast in der Gegenwart angekommen.
Inzwischen können beide laufen und sogar springen und tanzen. Und ich auch...